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Kata als komplexe Bewegung: Analyse und Potentiale

IMG 20170402 WA0010Im Rahmen eines Talentkaderlehrgangs des Karateverbandes Niedersachsen trafen sich der 1. Vorsitzende des Karate Club Seelze, Thomas Keese, Wilfried Nickel (Bundeskampfrichter), Türk Kiziltoprak (Talentkadersichter Niedersachsen Süd), vom TuS St. Arnold e.V. Stefan Thole (GOJU-Ryu Landestrainer Kata KDNW), Ulrich Heckhuis (Dojoleiter) und Lukas Maurer als Aktiver.

Das Treffen hatte einen Erfahrungsaustausch über Beobachtungen der internationalen Kataentwicklung als Schwerpunkt. Schnell stellte sich heraus, dass die Schlussfolgerungen der Beteiligten aus der allgemeinen Kata-Entwicklung identisch waren, beziehungsweise dass sich die Beobachtungen untereinander ergänzten.

Im nächsten Schritt wurden internationale Kata-Darbietungen anhand von Aufnahmen in ihren technischen Ausführungen beschrieben. Im Blickpunkt stand hierbei das Verhältnis zwischen schnellen und langsamen Bewegungen. Im Rahmen der schnellen Bewegungen wurden Bewegungslängen, Impulsgebung aus Oberkörperspannung und Hüfteinsatz, Rotationsbeschleunigungen bei Standwechseln, Bewegungen und Gegenbewegungen diskutiert. Bei den langsamen Bewegungen stand die ästhetische Wahrnehmung im Vordergrund.

In der Diskussion wurden dann biomechanische Grundprinzipien (wie z.B. Explosivkraft in Verbindung mit Reaktivkraft, effiziente Technikausführung auch mit Blick auf Raumeinnahme) über die Stände mit erläutert. Zum Schluss wurden einige spezielle Fitnessübungen, die die Athleten in der Ausführung der Techniken unterstützen, angesprochen.

Der Erfahrungsaustausch wurde von allen Beteiligten als sehr positiv bewertet. Das Teilnehmerfeld aus Trainern, Kampfrichter und Sportler machte die unterschiedlichen Wahrnehmungen deutlich und wurde als gelungen bezeichnet. Es wurde vereinbart, die Erkenntnisse im Training zu testen. Ein weiterer Erfahrungsaustausch ist in ca. 3 – 4 Monaten geplant.